Chronik der Jahre 1922-2012


Teil 1:

Vereins-Chronik der Jahre 1922 – 1997

von Günter Mallmann, Norath

anlässlich des 75 jährigen Vereinsjubiläums

A. Die Gründerjahre

Der verlorene 1. Weltkrieg und nicht auf Rosen gebetete Zeiten stehen der Gründung des Fußballsportvereins voran. Wie und wo sollte man die Jugend beschäftigen? In den Nachbar Gemeinden sind Sportvereine entstanden und so wollte man in Leiningen nicht nachstehen. Erstmal kam der Gedanke zur Gründung eines Fußballsportvereines im Sommer 1921. Auf der Wiese gegenüber dem ehemaligen Vereinslokal Schweitzer zwischen Hoppen (Heuhaufen) und mit genagelten Schuhen wurde ein e mit Lumpen gefüllte Lederhülle umhergekickt. Im Laufe des Jahres 1921 fanden immer mehr Jugendliche zum Fußball und so wurde in 1922 der Verein erstmal aktiv und gegründet.

Die erste Mannschaft Anfang der 30er Jahre
Von links: Aloys Nick, unbekannt, Peter Liesenfeld, Aloys Wagner, Heinrich Hammes, Willi Lambert aus Schwall, Hermann Bartholmes, Heinrich Köllen, Josef Lambert aus Schwall, Aloys Kunz, Willi Liesenfeld

Nachstehend ein paar nostalgische Verse Gründungsmitglieds Peter Liesenfeld – genannt Gräfs Peter-, die er im März 1972 zum 50.Vereinsjubiläum aufgezeichnet hat:

Dä erschte Wettkampf gän Bay im Bayer Wald,

alles wollt dat siehn, Jung und Alt.

Die Tore ware met Bohnestange markiert.

En Querlatt gab et net, dat war zu kompliziert.

En Schiedsrichter war überflüssig, dä Scheffe hat dat Wort,

er war dä mächtige Mann of em Platz un em Ort.

No ener Stonn sen füng Minute Paus zum tränke,

flottt dut dä Bayer Scheffe seiner Mannschaft wenke.

Un während mea us met Wasser gegosse,

hatte die Bayer bei us en Tor geschosse.

Dä Scheffe schwenkt dat Sacktuch; Tor, Tor, mea hon gewonne,

awer dann spille mea doch noch zwo Stonne.

En Tor ze schieße war net möglich,

denn die Torstange war beweglich.

Dä Bayer Tormann hot em unbewachte Augenblick

Die Torstange en paar Meter zusamme gerickt.

Us Kräfte on die Sonn beganne ze senke,

dä Scheffe dieht mit em Sacktuck wenke,

mea hon eins null gewonn, dat Spill is aus!

Dann zoge mea all in die Gastwirtschaft Bayernhaus.

Eine Bildaufnahme der DJK Norath vor 1938 am Sportpatz Schlüffchen, nahe Hungenroth

Im ersten Vereinsvorstand fungierten Willi Karbach als Vorsitzender und Aloys Wagner als Kassenverwalter. Nach der Wahl des Vorstanden meldete man eine Mannschaft bei dem Westdeutschen Spielverband (WSV), wo ab 1922 Meisterschaftsspiele bestritten wurden. Die ersten Spiele wurden gegen Dörth und Lingerhahn ausgetragen. Ab 1928/29 spielte die Mannschaft im Verband der Deutschen Jugendkraft (DJK). Der Verein nannte sich nun „DJK Abteilung Leiningen“. Das Gründungsmitglied Peter Liesenfeld schreibt hierzu:

Wir hatten einen Namen, aber keinen Sportplatz. Doch die Sportfreunde aus Norath stellten uns ihren Platz hinter dem Schlüffchen an der Hungenrother Grenze zurVerfügung.

Wann genau ist nicht Akten kundig, jedoch vor 1938 schlossen sich die Mannschaften aus Leiningen und Norath zusammen. Der Spielbetrieb verlagerte sich ab diesem Zeitpunkt auf den neu angelegten Norather Sportplatz „Auf dem Holzweg/Neben den Leimkaulen“ an der Straße nach Hungenroth. Durch die sich anbahnenden Ereignisse vor dem 2. Weltkrieg durfte die DJK nicht mehr tätig sein. Als Folge musste der Spielbetrieb im September 1939 eingestellt werden.

B. Neuanfang nach 1945

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges fanden die Jugendlichen aus Leiningen und Norath erneut zusammen, um den Fußballbetrieb wieder ins Leben zu rufen. Zu einer vom französischen Ortskommandanten genehmigten Gründungsversammlung am 02. März 1946 sind 38 Sportinteressierte erschienen. Zum 1. Vorsitzenden wurde Josef Ritt aus Leiningen einstimmig gewählt. Er begleitete dieses Amt bis 1951. Engelbert Karbach ebenfalls aus Leiningen, wird Schriftführer. Als weitere Vorstandsmitglieder wählt die Gründungsversammlung Felix Vogt, Leiningen sowie Alwin Bartholmes, Josef Reuter und Johann Hickmann, alle aus Norath.

 

1947 in St. Goar
Oben von links: Alex Karbach, Walter Graeff, Heinrich Kneip, Toni Engelmann, Hans Vogt
Mitte von links: Arnold Kreutz, Alfred Braun, Willi Hammes
Unten von links: Karl Wendling, Helmut Kneip, Arnold Karbach

Weiterhin wird beschlossen, die vorgeschriebenen Papiere baldigst der Militärregierung vorzulegen. Alsdann wurde eine 1. Fußballmannschaft aufgestellt und die Absicht bekundet, auch eine zweite bzw. Jugend-Mannschaft zu bilden. Danach wird die Vereinssatzung bekannt gegeben und von allen Versammlungsteilnehmern genehmigt. Der Vereinsname lautet „Fußballsportverein“, so auch heute noch die Bezeichnung  „FSV Leiningen-Norath“.

1950/51
Oben von links: Karl Schweitzer, Engelbert Karbach, (beide Vereinsvorstand), Erwin Braun, Günter Haustein, Alex Karbach, Engelbert Boss, Betreuer Gottfried Hickmann
Mitte von links: Raimund Ritt, Hans Vogt, Willi Hammes
Unten von links: Hermann Wangard, Robert Reuter, Karl Wendling

Laut der Sportversicherungsmeldung vom 12.04.1946 hat der Verein 49 Mitglieder, davon 27 aus Leiningen, 20 aus Norath und je eines aus Sauerbrunnen und Lamscheid. Spielerpässe werden für 19 junge Leute die aktiv in einer Mannschaft spielen wollen. Der Kreisobmann Toni Kahl verfügt, dass anlässlich der Kreistagung der Sportvereine am Ostermontag (22.04.1946) in Oberwesel die aktiven Spieler der Kreisklasse verpflichtet sind, sich das nachmittags um 14.30 Uhr stattfindende Werbespiel VfL 99 Köln gegen Vesalia Oberwesel anzusehen. Unsere Aktiven sind dem Aufruf gefolgt und wurden mit einem Lastkraftwagen nach dort kutschiert. Solche und ähnliche Verpflichtungen waren zu dieser Zeit üblich, denn die französische Militärregierung hatte die überörtliche Befehlsgewalt, was wieder an die davor liegende Diktatur erinnerte. Oft musste der Schriftverkehr auch in französischer Sprache geführt werden und zwar dann, wenn die Militärregierungsstellenunmittelbar um Genehmigungen ersucht werden mussten.

1951 in St. Goar nach dem Spiel gegen Oberheimbach, das 7:1 gewonnen wurde
Oben von links: Robert Reuter, Willi Maus, Alex Karbach, Erwin Braun, Engelbert Boos
Mitte von links: Willi Hammes, Hans Vogt, Eugen Winkel
Unten von links: Karl Wendling, Bernhard Kaminski, Willi Boos
Am 30.10.1955 vor dem Spiel FSV gegen Niederheimbach 6:0
Oben von links: Heinz Nick, Günter Mallman, Willi Maus, Artur Michel, Engelbert Boos
Mitte von links: Egon Karbach, Willi Boos, Karl-Heinz Vogt
Unten von links: Hermann Ritt, Reinhold Bartholmes, Wendelin Kreutz

Die erste Punkterunde begann am 22.09.1946. Wir spielten daheim gegen Oberwesel II und siegten mit 6:2 Toren (Halbzeit 2:1). Weitere Gegner in der II. Kreisklasse – Staffel 1 – waren die Mannschaften aus Lingerhahn, Bickenbach, Damscheid, Niederburg, Niederheimbach, Braunshorn, Hausbay-Pfalzfeld, Wiebelsheim und Laudert. Der SV Hausbay-Pfalzfeld hatte noch keinen Sportplatz und trug seine Heimspiele bei uns in Norath aus. Für neue Fußballtore erbittet der Verein von den Gemeinden Leiningen und Norath unentgeltliche Holzzuweisungen. Die Gemeinde Norath lehnt dies ab und schließt gleichzeitig einen Pachtvertrag für die Nutzung des Sportplatzes zum Preis von 30,00 Mark pro Jahr.

C.Baumaßnahmen

I. Sportplatzneubau in Leiningen – 1960/61

Im Juli 1960 wurde mit den Planierarbeiten zur Neuanlage des Sportplatzes oberhalb von Leiningen, gelegen an der Straße nach Norath, begonnen. Bis zum Sommer 1961 war er mit Aufwendungen von 4.535,54 DM fertig gestellt. Eine heute nicht mehr vorstellbare Kostensumme. Fußballverband und Sportbund Rheinland gewährten 3.000,00 DM als Zuschüsse. Vom Landkreis St. Goar wurden 500,00 DM bewilligt und die Gemeinde Leiningen hat dann noch weitere 650,00 DM dazugesteuert. Insgesamt hat der Verein für diese Maßnahme 4.150,00 DM Zuweisungen erhalten, so dass aus der Vereinkasse lediglich 385,54 DM auf- gebracht werden mussten. Die unentgeltlichen Eigenleistungen betrugen etwa 2.000,00 DM.

Sportplatzeinweihung in Leiningen am 25.06.1961
Auf dem Bild u.a.: Vorsitzender Karl Schweitzer, Amtsbürgermeister Willi Link, Fussballkreisvorsitzender Hammacher, Pfarrer Mörsdorf aus Bickenbach, Geschäftsführer des FSV Günter Mallmann und Ortsbürgermeister Josef Ritt

Voller Freude und Genugtuung fand am 24. und 25. Juni 1961 die Platzeinweihung statt, verbunden mit einem Sportfest. Neben den Turniermannschaften konnte die Spielvereinigung Ratingen 04 als Jubiläumsgast gewonnen werden. Prominentester Spieler war Toni Turek, Deutschlands Torwart der der Weltmeisterelf von 1954, der fleißig alle Autogrammwünsche erfüllte. Im Werbespiel des Tages verlor unsere 1. Mannschaft gegen die Gäste aus Ratingen mit 8:3 Toren. Bei einem Halbzeitstand von nur 3:1 kamen unsere Kicker zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 3:2 heran. Die spielerische Überlegenheit der Ratinger wurde jedoch immer deutlicher, so dass das Schlussergebnis völlig in Ordnung ging. Nach bereits anderthalb und nach vier Jahren mussten auf dem neu angelegten Sportplatz weitere und erhebliche Maßnahmen durchgeführt werden. Am 30. Dezember 1962 ist der durch gefrorenen Raureif belastete Ballfangzaun total umgeknickt. Die Erneuerung kostete 1.832,97 DM, wozu der Fußballverband Rheinland einen Zuschuss von 1.500,00 DM gezahlt hat. Wegen der schwachen Finanzlage des Vereins, sowie der begrenzten Mittel, die beim Neubau zur Verfügung standen, sind keinen größeren, sondern nur die allernotwendigsten Entwässerungsleitungen (Drainagen) verlegt worden. Bei regnerischem Wetter standen beide Torseiten in einer Breite zwischen 20 und 30 Meter völlig unter Wasser. Wegen Unbespielbarkeit des Platzes sind daher eine Vielzahl von angesetzten Meisterschaftsspielen ausgefallen. Handlungsbedarf war somit angesagt.

Im Sommer 1966 wurden dann im Bereich der beiden Tore neue Drainagen verlegt. Die Kosten betrugen 9.572,90 DM; also mehr als das Doppelte des Neubaus im Jahre 1960. Finanziert wurden die Aufwendungen mit Zuschüssen vom Sportbund und Fußballverband mit je 1.500,00 DM, dem Landkreis St. Goar mit 3.000,00 DM und er Gemeine Leiningen mit 1.500,00 DM. Dem Verein verblieb somit ein Eigenanteil von 2.072,90 DM. Für den in drei Phasen hergerichteten Sportplatz wurden somit folgende Kosten aufgewendet:

a) Neubau (ohne Eigenleistungen) – 1960/61 ……. 4.535,54DM

b) Erneuern Ballfangzaun – 1963 ……………….….1.832,97 DM

c) Drainagierung – 1966………………………..…….9.572,90 DM

Insgesamt 15.941,41 DM

Das 50-jährige Vereinsjubiläum wurde am 13. und 14.Mai 1972 gefeiert, verbunden mit einem Fußballturnier, woran sieben Mannschaften teilgenommen haben. Unsere 1. Mannschaft spielte gegen Waldlaubersheim und gewann mit 1:0 Toren. Neben dem sportlichen Erfolg konnte der Verein auf finanziell ein erträgliches Ergebnis erzielen. Der Gewinn aus den Veranstaltungen betrug 3.270,60 DM.

50 – jähriges Vereinsjubiläum am 13. und 14. Mai 1972Feier im Saal Schweitzer
Von links: Thommes (Fussballkreisvorsitzender), Willi Boos, Günter Mallmann, Engelbert Boos, Karl Schweitzer

II. Bau eines Umkleidegebäudes – 1974/75

Beginnend 1974 wurde das für damalige Verhältnisse gute Umkleidegebäude errichtet. Entsprechend der finanziellen Lage war die Ausstattung zwar kärglich, jedoch zweck- erfüllend. Die Kosten betrugen 14.648,94 DM. Zuschüsse wurden gewährt vom Landkreis 1.800,00 EM und von der Gemeinde Leiningen 350,00 DM. Es blieb somit ein erheblicher Batzen beim Verein hängen. Wegen fehlender Finanzmittel erfolgte die Strom- und Wasserversorgung erst im zweiten Halbjahr 1981. Heute entspricht das „Sportplatzhäuschen“ nicht mehr den Anforderungen unserer Zeit. Ein Um-/Anbau bzw. eine Erweiterung wird wohl nicht mehr zu umgehen sein.

III. Sportplatzsanierung – 1985/86

Bereits in den Jahren 1981/82 hatte man erkannt, dass der Sportplatz in Leiningen unbedingt saniert werden musste. Eine scheinbar unlösbareAufgabe, denn C-Klassen-Vereine standen nicht unbedingt in der Fördergunst des Staates und der Sportverbände. Doch es gab da noch den Ortsbürgermeister Karl Schweitzer in Leiningen – selbst lange Jahre 1.Vorsitzender des FSV-, der sich der Sache annahm. Er scheute weder Mühe noch Zeit, um in Verhandlungen mit der Bezirksregierung Koblenz die Notwendigkeit der Sanierung zu begründen und die finanziellen Mittel für ein 400.000,00 DM Projekt zu beschaffen. Später wird er deshalb in der Presse als Motor und Initiator der Sportplatzanlage in Leiningen zitiert.Nach zwei vorgelegten Beihilfeanträgen (Im Dezember 1983 und November1984) gab es dann grünes Licht zur Sanierung und Erweiterung des Sportplatzes zu einem Rasengroßspielfeld 60 x 100 m. In einem ersten Bewilligungsbescheid vom 29.05.1985 wurden dem Verein 122.000,00 DM aus Mitteln des Goldenen Planes des Landes Rheinland-Pfalz gewährt.Nun ging es sofort an die Arbeit. Bereits schon im Juli waren die Bau- und Baggerfahrzeuge im Einsatz. Innerhalb eines Jahres wurden dann eine wohlgelungene Rasensportanlage mit versenkbaren Beregnungsanlage sowie ein Trainings- und Bolzplatz geschaffen.

Gemäß den an die Bewilligungsbehörden vorgelegten Verwendungsnachweisen betragen die Sanierungs- und Erweiterungskosten exakt 396.700,84 DM. Hiervon entfallen rund 34.500,00 DM auf den Trainings- und Bolzplatz. Von den Kosten des Fußballfeldes (ca. 362.200,00 DM) hat die Bezirksregierung Koblenz die Mehraufwendungen für die versenkbare Beregnungsanlage nicht gebilligt. Es wurden lediglich 4.900,00 DM für eine normale Schlauchbewässerung als förderfähig anerkannt.

Gemäß den an die Bewilligungsbehörden vorgelegten Verwendungsnachweisen betragen die Sanierungs- und Erweiterungskosten exakt 396.700,84 DM. Hiervon entfallen rund 34.500,00 DM auf den Trainings- und Bolzplatz. Von den Kosten des Fußballfeldes (ca. 362.200,00 DM) hat die Bezirksregierung Koblenz die Mehraufwendungen für die versenkbare Beregnungsanlage nicht gebilligt. Es wurden lediglich 4.900,00 DM für eine normale Schlauchbewässerung als förderfähig anerkannt.

Tiefbauarbeiten zur Sportplatzsanierung im Sommer 1985

Nachstehend eine Kostenaufteilung nach Gewerken:

a) Planung, Genehmigung und Bauleitung 14.200,00 DM

b) Tiefbau, Drainagen und Einsaat 287.600,00 DM

c) Ballfangzaun, Barrieren, Tore und Treppen 30.400,00 DM

d) versenkbare Beregnungsanlage 40.000,00 DM

e) Wegebau und Parkplatz 19.500,00 DM

f) Bepflanzung 5.000,00 DM

Insgesamt 396.700,00 DM

Finanziert wurden die Aufwendungen wie folgt:

1. Landeszuschüsse im Rahmen des Goldenen Planes 127.000,00 DM

2. Zuschuss Landkreis Rhein-Hunsrück 40.800,00 DM

3. Zuschuss Ortsgemeinde Leiningen 60.000,00 DM

4. Zuschuss Ortsgemeinde Norath 30.000,00 DM

5. Spenden 17.300,00 DM

6. Eigenaufwendungen des Vereins 121.600,00 DM

davon: Barmittel 26.600,00 DM

Eigenleistungen 45.000,00 DM

Kreditmarktdarlehen 50.000,00 DM

Summe Einnahmen 396.700,00 DM

Im Nachhinein wurde die Finanzierung zu einer heiklen Angelegenheit. In der euphorischen Bauphase hatte man die versenkbare Beregnungsanlage eingebaut, wofür Mehrkosten von ca. 35.000,00 DM entstanden sind. Die Mithilfe des 1. Vorsitzenden war ab dem 26.10.1986 nicht mehr gegeben. Drei Monate nach Einweihung der neuen Sportanlage stellte er sein Amt zu Verfügung und überließ die Schließung der Finanzlücke dem zweiten Vorsitzenden. Dank nachträglicher Unterstützung durch den Landkreis Rhein-Hunsrück, der Ortsgemeinde Leiningen und einem Sponsor konnten die Mehrkosten abgefangen werden.

Es bestand eitel Freude über das gelungene Werk, dass mit zu den schönsten Rasensportanlagen dieser Region zählt. Doch für den Verein begann nun eine schwierige finanzielle Phase. Die Rückfinanzierung des Kreditmarktdarlehens kostete jährlich über 4.000,00 DM. Hinzu kamen in der Vorstandsetage nicht erkannte Maschinen-, Wartungs- und Unterhaltungskosten für die Rasenpflege. Die Ortsgemeinden Leiningen und Norath haben sich jedoch als spendenwillig gezeigt. Und somit wird auch heute noch der Verein durch jährliche Zuschüsse unterstützt. Darüber hinaus hat die Ortsgemeinde Leiningen zusätzliche Beträge zur Ablösung des Kredites gewährt. Insgesamt 29.000,00 DM. An dieser Stelle sei den beiden Ortsgemeinden Leiningen und Norath nochmals für die Unterstützung in der Baufinanzierung und für die in den Folgejahren kontinuierlichen Zuwendungen gedankt. Der Verein ist heute schuldenfrei.

Rasenpflege kurz vor der Einweihung im Sommer 1986 durch den damaligen 2. Vorsitzender Günter Mallmann

IV. Übergabe und Einweihung – 1986

Im Sommer 1986 war es dann soweit. Die gänzlich sanierte und rund 400.000,00 DM teuere Rasensportanlage konnte zum Spielbetrieb freigegeben werden. Mit einem reichhaltigen Programm wurde die Sportplatzeinweihung vom 18. bis 21. Juli 1986 gefeiert. Repräsentanten von Kirche, Sport und Kommunen haben die offizielle Übergabe am Sonntag, dem 20. Juli 1986, vollzogen. Schirmherr der Veranstaltung war der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Emmelshausen, Herr Willi Link. Eine geplante Kunstflugschau hatte die Bezirksregierung Koblenz kurzfristig und überraschend nicht genehmigt. Stattdessen konnten drei Fallschirmspringer gewonnen werden, die in der Halbzeitpause des Spiels TuS Argenthal gegen TSV Emmelshausen im Mittekreis des Sportplatzes landeten.

An fußballerischen Veranstaltungen gab es folgende Spiele:

Freitags: 1. Mannschaft FSV gegen SV Laudert

Samstags: 2. Mannschaft FSV gegen TuS Gödenroth

Alte Herren FSV gegen Alte Herren Rot-Weiß Bottrop

TuS Argenthal gegen TSV Emmelshausen

(Verbandsliga) (Bezirksliga)

Alte Herren Biebertal gegen Alte Herren Morshausen

Sonntags: Versalia Oberwesel gegen Bingen-Dromersheim

(Damen-Rheinlandliga) (Damen-Bezirksliga)

Hassia Bingen gegen Vorderhunsrück-Auswahl

(Rheinlandliga)

Montags: A-Jugend FSV gegen A-Jugend TSV E´hausen

Norather Faß gegen Dörther Wackeler

(Freizeitmannschaften)

Die Ergebnisse der Spiele sind sekundär und hier nicht aufgezeichnet.

Sportplatzeinweihung am 20.07.1986 Pfarrer Johannes Dübbelde und Pastor Josef Sonntag

Die schöne Sportanlage zieht auch dunkle Gestalten an. So ist das Sportplatzhäuschen mehrfach von Einbrechern heimgesucht worden. Im Juli 1993 wurden fünf komplette Sätze Trikots sowie 20 Spiel- und Trainingsbälle gestohlen, die nie wieder aufgetaucht sind. Ein Verlust für den Verein von rund 10.000,00 DM.

D. Spielbetrieb

Höhen und Tiefen blieben dem Verein nicht erspart und es musste einmal zeitweise der Spielbetrieb eingestellt werden. Aber Dank guter Jugendmannschaften in den Jahren 1953/54 konnten diese Jungs eine spielstarke erste Mannschaft bilden. Als Staffelsieger der B-Klasse wurde ab der Saison 1954/55 in der A-Klasse Rhein gespielt, die für den Bereich der früheren Landkreise St. Goar und St. Goarshausen bestand. Im ersten Jahr ist auf Anhieb der zweite Tabellenplatz erreicht worden, was gleichzeitig die oberste Errungenschaft in der Vereinsgeschichte ist. Nach neun Jahren war der Aufenthalt in der A-Klasse beendet. Ab der Saison 1963/64 musste wieder in niederen Regionen gekickt werden. Nun konnten jahrzehntelang keine besonderen sportlichen Höhepunkte erzielt werden. Die Vereinstätigkeiten wurden jedoch mit Besonnenheit und Ausdauer aufrechterhalten mit dem Ergebnis, dass Anfang der 90er Jahre wieder ein verstärkter Fußballboom eintrat. 1993 wurde die erste Mannschaft Sieger der Staffel Rhein der Kreisliga C und stieg zur nächst höheren B-Klasse auf. Der Aufenthalt dort war jedoch nicht von Dauer und man musste schon kurzfristig wieder in die C-Klasse zurück.

Kader der 1. Mannschaft im Jahre 1986/87
Oben v.l.: 2. Vorsitzender Günter Mallmann, Trainer Werner Vickus, Manfred Morschhäuser, Peter Neubauer, Ralf Spindler, Norbert Nick, Stefan Karbach, Heinz Nick, Friedhelm Winkel, Matthias Boos, Joachim Maus
Unten v.l.: Thomas Boos, Jürgen Rissel, Hermann Neubauer, Bertram Kirfel, Joachim Daute, Frank Morschhäuser, Horst Maus

Wir alle wissen, wie schwer es ein kleiner Dorfverein hat, um überhaupt bestehen zu können. Andere Interessen haben heute vielfach Vorrang. Dabei ist der Fußballsport hier im Hunsrück eine gewachsene Sportart, die begeistert und zur Leibesertüchtigung der Jugend ihren Beitrag leistet.

Ab dem 01.07.1987 hat sich eine Damengymnastikgruppe etabliert, die sehr rege ist. Mit dieser zusätzlichen Sportart ist der Verein attraktiver und – entgegen der Vergangenheit –nun auch das weibliche Geschlecht bei uns präsent, was sehr erfreulich ist.

Die schon erwähnten sonstigen Interessen sowie andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung ließen zwischenzeitlich den aktiven Kader der Fußballer auf eine Zahl sinken, die einen Spielbetrieb in Frage gestellt haben. Zur Abwendung dieser Misere wurde ab der Saison 1991/92 mit dem FSV Bickenbach eine Spielgemeinschaft eingegangen, die heute noch besteht und hervorragend funktioniert.

Kader der Aufstiegsmannschaft in der Saison 1992/93
Oben v.l.: Jörg Winkel, Jürgen Hallermann, Dominik Michel, Ralf Spindler, Manfred Morschhäuser, Peter Neubauer, Andreas Reuter
Mitte v.l.: Günther Kolberg, Achim Maus, Günther Hallermann, Stefan Karbach, Thomas Boos, Dirk Kochhan, Jürgen Rissel
Unten v.l.: Arnold Kunz, Arno Morschhäuser, Thorsten Garske, Marco Ritt, Stefan Jäckle, Matthias Boos
Kader der 1. Mannschaft in der Saison 1996/97
Oben von links: Thomas Boos, Jürgen Rissel, Andreas Reuter, Frank Stecher, Christian Henrich, Oliver Scholl, Michael Mallmann
Mitte von links: Timo Hammes Dirk Kochhan, Elmar Krautkremer, Dieter Stahl, Daniel Bartholmes
Vorne von links: Peter Seis, Frank Schwaiger, Jürgen Hallermann, Andreas Nick, Marco Ritt, Michael Scholl

Auch im Bereich des Jugendfußballs bestehen Spielgemeinschaften und zwar mit den Vereinen Ehrbachtal Ney, Karbach, Bickenbach und Hausbay-Pfalzfeld. Hier sind Jugendmannschaften jeglicher Altersklassen aktiv. Von der A-Jugend bis hinunter zu den Jüngsten der F-Jugend.

Im Jubeljahr 1997 zählt der Verein 135 Mitglieder, davon 26 Jugendliche.

Aktiv bei uns sind eine E-Jugend, eine Senioren- und eine Altherrenmannschaft, sowie die Damengymnastikgruppe.

Der Chronist – in Vorzeiten selbst aktiver Fußballer in Jugend, -Senioren und Altherrenmannschaften – schließt die Aufzeichnung des 75-jährigen Epoche des Vereins mit dem Wunsch, dass die kleine Gemeinschaft FSV weiterhin zusammenhalten möge und uns dadurch die Freude am heimischen und geliebten Fußballsport erhalten bleibt, wie auch die Frauengruppe mit ihren gymnastischen Rhythmen.

Dazu noch ein mahnender Gedanke des französischen Philosophen und

Schriftstellers Francois-Marie Voltaire:

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das was wir nicht tun.

Teil 2:

Verins-Chronik der Jahre 1998 – 2012

von Daniel Bartholmes und Manfred Morschhäuser

anlässlich des 90 jährigen Vereinsjubiläums

A. Vereinsleben

In den Jahren um die „Jahrtausendwende“ war das Vereinsleben von unzähligen Veranstaltungen verschiedenster Art geprägt. Hier sind u. a. die Kappensitzungen in Leiningen, die Hilfe bei der Ausrichtung des Norather Veilchendienstagumzuges, sowie die Skat Turniere im Gemeindehaus Leiningen zu erwähnen an denen der FSV Leiningen-Norath e.V. beteiligt war. Immer wieder ein Erlebnis waren die Vereinsausflüge, die sich reger Beteiligung erfreuten. Ziele waren hier u.a. die Stadt Stedtfeld (Opel Jugend Cup), Münstermaifeld, Mendig, Kröv und Gundersblum.

Im Jahre 2001 wurde nach langer Zeit wieder ein Sportfest mit einem Jugend- sowie einem Ortsturnier (Kleinfeldturnier) ausgerichtet.

2002 stand das Sportfest dann ganz im Zeichen des 80 jährigen Vereinsjubiläums und entwickelte sich fortan wieder zu einer festen Größe im jährlichen Terminkalender des Vereins. So konnte man in den Folgejahren wieder  unzählige Besucher zu unseren Sportfesten begrüßen.

Im Jahr 2006 war mit der Saisonabschlussfeier der Höhepunkt des Jahres erreicht. Nachdem man nach langer Zeit wieder den Aufstieg in die B-Klasse feiern konnte, gab es am letzten Spieltag für Spieler, Trainer, Funktionäre und Zuschauer kein Halten mehr.

Einweihung des Vereinsheim 2009

Die im Jahr 2008 erstmals ausgerichtete SG Weihnachtswanderung hat sich mittlerweile ebenfalls zu einer festen Größe etabliert. Bei einer durchschnittlichen Teilnehmerzahl von fast 100 Personen kann man durchaus stolz auf solch eine Veranstaltung sein.

Weiterhin ist der alljährlich stattfindende Hunsrück-Marathon seit vielen Jahren ein fester Bestandteil in unserem Vereinsleben. Hier präsentieren wir uns Jahr für Jahr entlang der Wegsstrecke in der Gemarkung Leiningen als Anlaufstelle für die Besucher. Durch die Unterstützung vieler fleißiger Hände, gelingt es uns an dieser Veranstaltung die Gäste mit einem Marathon Frühstück zu verpflegen.

Im Jahr 2011 waren wir erstmals mit einer eigenen Laufgruppe am Start.

Die Einweihungsfeier des neuen Vereinsheim im Jahre 2009 bildete den Höhepunkt der vergangen Jahre. Das im Jahr 2005 begonnene Projekt konnte nach nur einjähriger Bauphase schon zum Sportfest 2009 abgeschlossen und seiner Bestimmung übergeben werden. Gleichzeitig wurde der neue Tennenplatz incl. Flutlichtanlage fertig gestellt, der es den Mannschaften auch bei widrigen Wetterverhältnissen erlaubt, dem Trainingsbetrieb nachzugehen.

Hier darf man mit Recht behaupten, eine Sportanlage geschaffen zu haben, die aus allen Betrachtungswinkeln als Schmuckstück bezeichnet werden kann.

Durch die Fertigstellung der Sportanlage öffneten sich für den Verein natürlich auch ganz andere Betätigungsfelder. So geschehen im Jahr 2010, als wir erstmals als Ausrichter des Kreisendpieltages und im Jahr 2011 eines Damenregionalturniers des Fußballregionalverbandes Südwest waren.

Ebenfalls wurde in diesem Jahr erstmals ein Fußballjugendcamp in Leiningen durchgeführt, welches großen Anklang bei unseren Jugendspielern, aber auch bei allen beteiligten fand.

Neues Vereinsheim nach der Fertigstellung 2009

In den vergangenen Jahren mußten immer wieder größere Investitionen in die Infrastruktur als auch in die technischen Geräte getätigt werden.

Die Anschaffung eines neuen Rasenmähers im Jahre 1999 kostete den Verein 7.000,00 DM. Im gleichen Jahr wurde mit der Installation einer neuen Flutlichtanlage begonnen, da die vorhandenen Lichter für einen anständigen Trainingsbetrieb nicht mehr ausreichend waren. Die Gesamtkosten dieses Projektes beliefen sich auf 11.075,55 DM.

Nachdem im 1998 bereits zwei neue Jugendtore gekauft wurden, entschloss man sich 2001 für die Anschaffung eines  transportablen Trainingstores, wodurch das Training aller Mannschaften viel variabler gestaltet werden kann. Im Jahr 2011 wurde die Flutlichtanlage dann um weitere 4 Strahler erweitert und es wurden die Vorbereitungen für die Montage von Trainer-/Ersatzbänke begonnen.

Leider blieb der Verein auch von Schäden nicht verschont. So musste der Rasenmäher immer wieder zur Reparatur gebracht werden und auch die Beregnungsanlage hatte immer wieder technische Mängel, was über die Jahre gesehen immense Kosten verursachte. So zahlte man alleine in den Jahren 2004 und 2005 ca. 2.000,00 Euro für die Reparatur der Beregnungsanlage.

Hinzu kamen unzählige Wasserrohrbrüche, die über die Jahre gesehen dem Verein hohe Kosten beschert haben. Den Verantwortlichen ist es, auch dank der Hilfe seiner Vereinsmitglieder, immer gelungen die Reparaturkosten in einem überschaubaren finanziellen Rahmen zu halten.

Besucher des Marathon-Frühstück 2011 am Bahnhofsplatz in Leiningen

Auch in der Breite seiner Angebote hat sich der Verein in den letzten Jahren weiterentwickelt. So haben sich  neben dem Fußballspielbetrieb und der Damengymnastikabteilung noch eine Walkinggruppe und eine Marathonlaufgruppe etabliert. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Mitgliederzahlen wieder. Im Jahr 2010 zählte der Verein erstmals über 200 Mitglieder, deren Zahl bis heute auf 218 angestiegen ist. Auch dies ist ein Indiz dafür, dass der Sportverein als wichtiger kultureller Träger unsere Gemeinden von den Bewohnern anerkannt wird.

Als innovativer und moderner Verein, gehen wir natürlich auch mit der Zeit.

So präsentieren wir uns schon seit vielen Jahren mit unserer vereinseigenen Homepage. Hier besteht die Möglichkeit, sich aktuell alles rund um den FSV Leiningen – Norath e.V. anzuschauen. Im Jahre 2012 haben wir einen weiteren Schritt unternommen. Der Besucher hat nun die Möglichkeit, sich im weltweit größten sozialen Netzwerk „Facebook“ auf unserer Vereinsseite einzuloggen.

Weihnachtswanderung unter dem Motto „Rund um unsere SG“ im Winter 2009

 

B. Spielbetrieb

Die sportlichen Geschicke der Saison 96/97 bis 98/99 wurden geleitet von Karl-Heinz Boos, genannt „Bambi“. Es war schon das zweite mal, dass er den Trainerposten in Leiningen inne hatte. Gespielt wurde damals in der Kreisliga C Rhein unter anderem gegen die Mannschaften aus Biebernheim, Frankweiler, Niederburg und Werlau.

Ab der Saison 1999/2000 nahm Lothar Adams aus Kirchberg das Zepter in die Hand. Unter seiner Leitung wurden die Grundsteine für den späteren sportlichen Erfolg gelegt. Nachdem Lothar Adams aus persönlichen Gründen das Traineramt im Jahre 2004 niederlegte konnte man einen Leininger „Legionär“ für das Amt des Trainers gewinnen. Karsten Dietrich wechselte als Spielertrainer von der SG Perscheid nach Leiningen. Durch seine Erfahrung in höherklassigen Ligen gelang es ihm,  die bis dahin schon gewachsene Mannschaft, spielerisch noch weiter nach vorne zu bringen.

Kader der 1. Mannschaft in der Saison 1998/1999

Nach dem man die vergangenen drei Jahre mehr oder weniger um den Aufstieg mitspielte, war es in der Saison 2005/2006 endlich soweit.

15 Jahre nach dem Abstieg in die C-Klasse, konnte man endlich wieder einen Aufstieg in die nächsthöhere Spielkasse feiern. Bereits in der vorangegangen Saison scheiterte man nur knapp, als man mit nur einem Punkt Rückstand zum direkten Konkurrenten Boppard, die Relegation verpasste.

Auch in der Aufstiegssaison kam die Mannschaft nur langsam in Fahrt.

Am 4. Spieltag musste man gegen den späteren Tabellenzweiten Weiler bereits die erste Niederlage (0:2) hinnehmen. Nur zwei Spieltage später folgte dann mit einem 1:2 gegen den TuS Uhler der zweite Rückschlag. Auch ein  Nachholspiel gegen den SC Weiler wurde verloren, nachdem man kurz zuvor beim SV Damscheid nicht über ein 1:1 hinaus kam. Fortan sollte dann allerdings kein Spiel mehr verloren gehen. So wurden die restlichen Spiele, bis auf ein 2:2 zuhause gegen den SC Weiler und ebenfalls 2:2 am letzen Spieltag beim FC Karbach alle gewonnen. Unvergessen ist das entscheidende Spiel gegen den TuS Treis-Karden, die man zu Hause in Leiningen mit 9:0 abfertigte und somit den Aufstieg perfekt machte. Zum Ende der Saison standen 18 Siege,  3 Unentschieden sowie 3 Niederlagen zu Buche. Das Torverhältnis von  73:18 Tore konnte sich ebenfalls sehen lassen. Somit stieg man mit 57 Punkte (5 Punkte vor dem Zweitplatzierten aus Weiler) in die B-Klasse auf.

Kader der Aufstiegsmannschaft der Saison 2005/2006

Zur neuen Saison konnte mit Andreas Braun ein erfahrener und torgefährlicher Spielertrainer verpflichtet werden. Vorrangiges Ziel war es, die Mannschaft in der B-Klasse zu etablieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten belegte man am Ende der ersten Saison in der neuen Klasse, mit 38 Punkten und einem Torverhältnis von 51:53 Toren, einen beachtlichen 7. Platz.

In der Saison 2008/2009 erfuhr die B-Klasse eine regionale Neustrukturierung und Leiningen wurde aufgrund seiner östlichen Lage zur Hunsrückhöhenstrasse der Süd Staffel zugeteilt. Somit konnten sich die Zuschauer ab dieser Saison auf spannende Derby´s gegen Mannschaften aus Karbach, Hausbay und Lingerhahn freuen.

Auch im Verein selbst gab es einen Wechsel und zwar in Form des Trainers.

Andreas Braun legte sein Amt aus beruflichen Gründen nieder. Als seinen Nachfolger konnte Peter Aßmann, der in seiner aktiven Zeit u.a. für den damaligen Verbandsligisten TuS Argenthal spielte, verpflichtet werden. Leider blieb der erhoffte sportliche Erfolg aus und bereits in der Winterpause verkündete Peter Aßmann, dass er den Verein zu Saisonende wieder verlassen wird. Zwar konnte die sportliche Talfahrt in der Rückrunde gestoppt werden, allerdings blieb man aufgrund der schlechten Hinrunde mit dem 6. Platz deutlich unter dem gesetzten Ziel.

Kader der 1. und 2. Mannschaft im Jubiläumsjahr 2012

In der Saison 2009/2010 konnte erstmals seit der Saison 1992/93 auch wieder eine 2. Mannschaft ins Rennen geschickt werden, die unter der sportlichen Leitung von Andreas Broszinski in der C Klasse (Staffel Rhein) um Punkte kämpfte. Auch im Bereich des Damenfußball nahm in dieser Saison eine Mannschaft am Spielbetrieb teil. Die Damenfußballmannschaft absolvierte regelmäßige Trainingseinheiten und nahm an verschiedenen Turnieren in der Region teil. Leider ist seit dem Jahr 2011 aufgrund von Spielermangel kein Spielbetrieb mehr möglich.

In der Saison 2009/2010 hat es mit Mike Boos erstmals ein Schiedsrichter des FSV Leiningen – Norath geschafft, sich für die Bezirksliga zu qualifizieren. Außerdem war er ab sofort berechtigt als Schiedsrichter- Assistent in der Amateur-Oberliga zu fungieren.

Nachdem die 1. Mannschaft in der Saison 2009/2010, unter ihrem neuen Spielertrainer Jochen Niel, der vom TSV Emmelshausen nach Leiningen geholt werden konnte, mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Zweitplatzierten Karbach knapp den Aufstieg verpasste, konnte man in der darauf folgenden Saison das Kopf-an-Kopf Rennen mit Kirchberg leider nicht zu seinen Gunsten entscheiden. Man landete am Ende auf dem 2. Tabellenplatz mit sage und schreibe 21 Punkten Vorsprung auf den Tabellen Dritten. Da in dieser Saison aufgrund der Konstellationen in den höheren Klassen keine Relegation stattfand, wurde man leider nicht für die guten Leistungen dieser Spielzeit belohnt und spielt somit weiterhin in der B-Klasse Süd. Die 2. Mannschaft schloss ihre zweite Saison in der C-Klasse mit einem 10. Tabellenplatz ab. Leider konnte für die Folgesaison, aufgrund von Spielermangel keine weitere Meldung in der C-Klasse erfolgen. Stattdessen entschied man sich, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, eine 9er Mannschaft in der Reserveklasse zu melden.

Auch die Alte Herren Abteilung konnte fortlaufend eine Mannschaft im Spielbetrieb stellen. Außer den Saisonspielen standen (und stehen) auch immer eine Vielzahl an Turnieren auf dem Spielplan. Zwischen Alte Herren und Senioren findet nach wie vor ein „reger Austausch“ statt. So helfen erfahrene Spieler seit Jahren immer wieder mal in der ersten oder zweiten Mannschaft aus und umkehrt werden die „alten Hasen“ von den „jungen Wilden“ unterstützt.

„Alte Herren“ – Mannschaft im Jubiläumsjahr 2012

Im Jugendbereich konnten Dank der ehrenamtlichen Unterstützung von Vereinsmitgliedern, welche die unentgeltlichen Trainer- und Betreuerposten übernahmen, immer Mannschaften für den Spielbetrieb gemeldet werden. Es besteht schon seit einigen Jahren eine Jugendspielgemeinschaft mit den verschiedensten Vereinen der Umgebung. Die Tatsache, dass mit zunehmendem Alter die Anzahl an Jugendspielern abnimmt, macht eine solche Konstellation im Jugendbereich unumgänglich. Wir selbst stellen im Jubiläumsjahr eine E-Jugend Mannschaft. Zu den jüngsten Erfolgen im Jugendbereich zählt neben der Vizemeisterschaft, dass Erreichen der Endrunde der Hallenkreismeisterschaft im Jahr 2011 durch unsere E-Jugend , sowie 4 Jahre zuvor durch unsere D-Jugend. Da die Jugend einen wichtigen Baustein für den Erfolg und die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs darstellt, ist der Verein stets bestrebt, diesen Bereich zu fördern und deren Ausbau voranzutreiben.

C. Schlusswort

Der FSV Leiningen-Norath e.V. gehört heute zu den führenden Fußballsport-vereinen in der Verbandsgemeinde sowie im Rhein-Hunsrück-Kreis.

Darauf können wir alle stolz sein!

Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Funktionäre und Helfer wäre diese positive Entwicklung jedoch ohne Zweifel nicht möglich gewesen.

Unser Bestreben muss es sein, die jungen Leute verstärkt in die Vereinsarbeit einzubinden, damit der Verein auf lange Sicht noch in dieser Form bestehen wird.

Deshalb muss diese sicherlich nicht einfache, aber durchaus machbare Aufgabe mit höchster Priorität verfolgt werden.

Der große Zusammenhalt hat die Vereinsgeschichte des FSV Leiningen – Norath e.V. in den letzten Jahrzehnten entscheidend geprägt. Wenn dieser Gemeinschaftsgeist auch in weiterhin im Vordergrund steht, braucht uns vor der Zukunft nicht bange zu sein.

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